Jürgen Maag

1988

Jürgen Maag, der in Ochtrup als Musiklehrer, künstlerischer Leiter der Musikschule BildMaag1

und Kirchenmusiker der Kantorei Ochtrup tätig war, leitete am 17. Februar 1988 seine erste Probe beim Bentheimer Kammerchor.

Der erste öffentliche Auftritt unter seiner Leitung fand am 17. Dezember 1988 statt: Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach (Kantaten I-III) bildete in der ev.-ref. Kirche in Gildehaus und am folgenden Tag in der Lambertikirche in Ochtrup den glänzenden Auftakt seiner Tätigkeit. Zum ersten Mal kam es hier zur Zusammenarbeit mit dem Chor des Musikschulzweckverbandes Ochtrup/Metelen/ Neuenkirchen/Wettringen, dessen Leitung Jürgen Maag ebenfalls oblag. Aus diesen beiden Konzerten sollte eine jahrelange nutzbringende Chorpartnerschaft erwachsen, die über die Zeit der Tätigkeit von Herrn Maag hinaus andauerte. Als Orchester stand dem Chor das Instrumental-Ensemble „Ars Musica“ aus Enschede/Arnheim zur Seite.

1989

1989 bestand der Chor bereits seit 25 Jahren, ein Grund zum Feiern, wie die Mitglieder fanden. Sie planten, das Silberne Chorjubiläum mit einer Matinée zu begehen, die am
17. September 1989 im Kurhaus Bad Bentheim stattfand. Bild4Chorleiter

Mit fröhlichen Liedern, Grußworten und Ehrungen wurde der offizielle Teil des Festes begangen, abends trafen sich aktive und ehemalige Mitglieder und Leiter des Bentheimer Kammerchores im Restaurant und tauschten Erinnerungen aus.

Zeitgleich mit dem Einstudieren der Noten für das Chorjubiläum wurde für ein großes Chorwerk geübt, das im Dezember zur Aufführung kommen sollte: Das Magnificat von Johann Sebastian Bach. Außerdem stand die Kantate „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Auch bei diesem Konzert kooperierte der Bentheimer Kammerchor mit dem Vokalensemble der Musikschule Ochtrup/Metelen/Neuenkirchen/Wettringen sowie mit dem Orchester „Ars Musica“ aus Enschede. Der Erfolg des Konzerts, das am 16. Dezember 1989 in der ev.-ref. Kirche in Gildehaus stattfand, wiederholte sich am folgenden Tag in der Kirche St. Lamberti in Ochtrup.

Zu dieser Zeit wussten die Chormitglieder noch nicht, dass Jürgen Maag, der ursprünglich vier bis fünf Jahre in Ochtrup bleiben wollte, bald darauf seinen Wechsel nach Heidelberg ankündigen würde. Zur Sommerpause musste der Chor nach einem neuen Leiter Ausschau halten.

 

1990

BildMaag2Am 13. Juni 1990 verabschiedete sich der Chor bei seinem jährlichen Sommerfest von Herrn Maag.

 

Nach seiner Tätigkeit als Bezirkskantor an der Jesuitenkirche in Heidelberg, während der er auch den katholischen Studentenchor Cappella Palatina leitete und an der evangelischen Kirchenmusikhochschule unterrichtete, wurde Jürgen Maag von 1995 bis 1997 Musikdirektor und Organist an der Kirche „Mary Star of the Sea” in Los Angeles.
BildMaag3bZurück in Deutschland bekleidete Jürgen Maag in Tübingen das Amt des Organisten an der Johannes-Kirche und war gleichzeitig Dozent für die liturgie-musikalische Ausbildung der Priesteramtsanwärter der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Wilhelmsstift.
Unter seinem maßgeblichen Einfluss errang die Johannes-Kirche einen hervorragenden Ruf als Konzertort. Als Mitorganisator des Orgelsommers holte er berühmte Größen nach Tübingen und war selbst ein international gefragter Konzertorganist. Darüber hinaus leitete er dreizehn Jahre lang das Vokalensemble TonArt Rottenburg.

Am 22. April 2014 starb Jürgen Maag im Alter von nur 55 Jahren an Krebs.
In seiner kurzen Amtszeit als Chorleiter des Bentheimer Kammerchores legte er den Grundstein für die Entwicklung des Chors zu einem Konzertchor, der unter seinem Dirigat zum ersten Mal große Werke mit Orchesterbegleitung aufführte. Nicht zuletzt wird sein virtuoses Orgelspiel allen Chormitgliedern besonders in Erinnerung bleiben.